Marketing
Gefunden werden bei Google und von der KI: ein Leitfaden für KMU
Redaktion ERUNNA SAVeröffentlicht 7 Min. Lesezeit
Immer mehr Menschen stellen ihre Fragen einem KI-Assistenten statt einer Suchmaschine. Für ein KMU gilt dieselbe Regel: Wer klare, überprüfbare und leicht lesbare Informationen bietet, wird zitiert. Anders ist nur, wie man das kontrolliert.
SEO und GEO: der Unterschied
SEO (Suchmaschinenoptimierung) zielt auf die Trefferliste von Google. GEO (Optimierung für generative Suchsysteme) zielt darauf, in den Antworten von Assistenten wie ChatGPT, Perplexity oder Gemini genannt zu werden. Die Grundlagen sind gemeinsam: nützliche Inhalte, technisch lesbare Website, einheitlicher Auftritt im Netz.
Seiten, die auch ohne JavaScript lesbar sind
Viele moderne Websites bauen ihre Seiten erst im Browser mit JavaScript auf. Google verarbeitet das, doch mehrere Crawler von KI-Diensten lesen nur das HTML, das der Server schickt. Ist dieses leer, ist die Website für sie leer. Die Lösung: Texte schon im HTML ausliefern, etwa durch Prerendering.
Wir haben das auf unserer eigenen Website geprüft: Vor der Korrektur schickte jede Seite den Crawlern denselben Titel und Inhalt wie die Startseite.
Inhalte, die echte Fragen beantworten
- —Eine Seite pro Leistung: was Sie tun, für wen, wo und zu welchen Bedingungen.
- —Ratgeber, die Kundenfragen beantworten, mit überprüfbaren Quellen.
- —Häufige Fragen, so formuliert, wie Kunden sie stellen.
- —Texte in der Sprache der Kunden: in der Schweiz Deutsch, Französisch und Italienisch – sinngemäss geschrieben, nicht Wort für Wort übersetzt.
Einheitliche Firmendaten
Name, Adresse, Telefon und Öffnungszeiten müssen auf der Website, im Google-Profil, in Registern und Online-Verzeichnissen übereinstimmen. Abweichungen verwirren Google wie KI-Assistenten. Auf der Website beschreiben strukturierte Daten (schema.org) maschinenlesbar, wer Sie sind und was Sie anbieten.
Anweisungen für Crawler
- —robots.txt: legt fest, welche Crawler die Website lesen dürfen; viele Firmen sperren unwissentlich die Crawler der KI-Dienste.
- —Sitemap: die aktuelle Liste der zu indexierenden Seiten, einzureichen in der Google Search Console.
- —llms.txt: eine neu vorgeschlagene Konvention, noch kein Standard, die die Website für Sprachmodelle zusammenfasst. Der Aufwand ist gering.
Wie man misst
Für Google ist die Search Console die wichtigste Quelle: Suchanfragen, Positionen, Klicks. Für KI-Assistenten gibt es noch kein vergleichbar verbreitetes Werkzeug: Praktisch prüft man regelmässig, ob und wie das Unternehmen genannt wird, wenn man den wichtigsten Assistenten die typischen Fragen der eigenen Kunden stellt.
Häufige Fragen
Ist klassische SEO noch sinnvoll?+
Ja. KI-Assistenten stützen sich zu einem grossen Teil auf dieselben Inhalte, die bei Suchmaschinen gut ranken.
Soll ich KI-Crawler sperren, um meine Inhalte zu schützen?+
Das ist ein Entscheid. Eine Sperre schützt die Texte, senkt aber die Chance, in Antworten genannt zu werden. Für die Präsentationsseiten eines Unternehmens lohnt es sich meist, sie lesen zu lassen.
Wann sieht man Resultate?+
Technische Korrekturen wirken in Tagen bis Wochen, neue Inhalte meist in Wochen bis Monaten.